Fleurop Glossar


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I

Ion

Atome oder Moleküle, die positiv oder negativ elektrisch geladen sind, nennt man Ionen. Positiv geladene Ionen heißen Kationen, negativ geladene Anionen. Solche Ionen entstehen durch Zerfall größerer Moleküle z. B. bei der Lösung von Düngersalzen in Wasser. In der dann vorliegenden Ionenform können Pflanzenzellen die Nährstoffe aufnehmen.

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Ionenaustauschdünger

Beim Ionenaustauschdünger sind die Düngestoffe in Form von Nährstoffionen in einem Kunststoffionenaustauscher eingelagert. Diese Kunststoffkügelchen werden vorzugsweise in der Hydrokultur eingesetzt. Als Ionenaustauscher geben sie nur so viele Düngerionen an das Wasser ab, wie sie an gleichartig geladenen, jedoch nicht von der Pflanze als Dünger verwendbaren Ionen aus dem Wasser aufnehmen können. Da die Pflanze ihrerseits Düngerionen aus dem Wasser aufnimmt und wiederum andere, von ihr nicht verwendete Ionen an das Wasser abgibt, entsteht ein fließendes Gleichgewicht der Ionenkonzentrationen. Eine Überdüngung wird somit vermieden, d. h. Ionenaustauschdünger kann als Langzeit- bzw. Vorratsdünger in größerer Menge verabreicht werden.

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K

Kapillarität

In einer dünnen Röhre (Kapillare) steigt aufgrund der Kapillarität das Wasser ein Stück weit entgegen der Erdanziehungskraft auf. Zwei Kräfte bewirken diesen Effekt, die Adhäsion und die Kohäsion. Die Oberflächenspannung an der Grenze zur Luft und die Anhaftungskraft der Wassermoleküle an der Röhreninnenfläche sind auf die Adhäsion zurückzuführen. Die Kohäsion besteht zwischen den Wassermolekülen und bedingt, dass der Wasserfaden in der Röhre nicht abreißt. Für den Wasser- und Stofftransport in den Leitbahnen von Pflanzen ist die Kapillarität mit den zugrunde liegenden Kräften eine der wichtigsten Voraussetzungen. Auch in Erde und in Wurzelballen wirkt sie sich aus und dient dem Durchdringen eines Substrats mit Wasser.

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Kutikula

Als Kutikula (auch Cuticula geschrieben, von lateinisch cutis = Haut) bezeichnet man die zuweilen leicht gefaltete Wachsschicht, mit der die Epidermis hauptsächlich von Blättern und Jungtrieben überzogen ist. Sie kann je nach Pflanzenart und Blattart unterschiedlich dick ausgeprägt sein. Sie schützt und festigt das darunterliegende Gewebe und mindert den transpirationsbedingten Wasserverlust.

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L

Leitungsbahn

Leitungsbahnen durchziehen Pflanzen von den Wurzeln bis hinauf in die Blätter. Zwei wesentliche Arten von röhrenartigen Geweben sind darin zu unterscheiden:
Das Phloem leitet Fotosyntheseprodukte (Traubenzucker), die in den Blättern gebildet werden, von dort in die Pflanze.
Im Xylem wird das von den Wurzeln aufgenommene Wasser mit den darin gelösten Nährstoffen in die Pflanze bzw. hinauf zu den Blättern transportiert. Der Stofftransport im Xylem funktioniert nur, wenn der in der jeweiligen Röhre vorhandene Flüssigkeitsfaden ununterbrochen bleibt. Dann kann das durch Transpiration über die Blattflächen verdunstete Wasser aufgrund der Kapillarkräfte in der Röhre vollständig nachgesaugt werden. Ein unversehrtes und nicht verstopftes Xylem ist also für jede Schnittblume und ihre Entwicklung besonders wichtig.

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Lichtspektrum

Das für Menschen sichtbare Farben- oder Lichtspektrum entsteht, wenn ein Strahl weißen Lichts, in der Natur Sonnenlicht, z. B. durch ein Glasprisma fällt. Der Lichtstrahl wechselt dabei zwischen Medien unterschiedlicher Dichte, hier eben Glas und Luft, wodurch Strahlen mit verschiedenen Wellenlängen unterschiedlich stark abgelenkt bzw. gebrochen werden. Als Spektrum ergibt sich ein farbiges Band mit fließenden Übergängen von Violettblau, Cyanblau, Grün, Gelb, Orange bis Orangerot. Die angrenzenden Wellenlängenbereiche von Infrarot und Ultraviolett sind für den Menschen unsichtbar. Die vom Menschen empfundene Farbe Magentarot ist im natürlichen Spektrum nicht vorhanden.

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O

optisches Gewicht

Das optische Gewicht meint nicht das tatsächliche Gewicht eines Gegenstands, sondern bezeichnet das Gewicht, das einem Gegenstand auf Grund seines optisch wahrnehmbaren Erscheinungsbilds zugeordnet wird. Dabei geht man gefühlsmäßig von der Erfahrung aus, die man bisher mit dem Gewicht verschiedener Gegenstände gesammelt hat. Die wahrzunehmenden Eigenschaften hell, klar, glatt und schlank aufstrebend lassen ein entsprechendes Gestaltungsmittel eher leicht erscheinen, während Dunkles, Trübes, Rundes und breit Lagerndes sowie Raues optisch vorrangig schwer wirkt. Der Begriff des optischen Gewichts bezieht sich auf den Einzelgegenstand, optisches Gleichgewicht ergibt sich aus der Ausgewogenheit der optischen Gewichte mehrerer Gegenstände.

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Ordnungsart

Die Ordnungsarten beschreiben das gestalterische Ordnen im Hinblick auf die Positionierung der Einzelteile innerhalb einer Gesamtgestaltung. Diese Teile, d. h. Einzelelemente, Motive oder Gruppen, werden im Verhältnis zueinander und in Bezug auf mögliche Raumachsen bzw. -ebenen oder Bezugspunkte wie Mittel und Waagepunkt betrachtet. Zwei Ordnungsarten werden unterschieden:

  • Ordnungsart Symmetrie oder strenge Ordnung mit Gleichheitsproportionen von wenigstens zwei Einzelmotiven und einer Betonung der Mitte. Die Verteilung der Motive oder Teile erfolgt in Bezug auf Symmetrieachsen bzw. -ebenen oder/und einen Mittelpunkt. Zur Symmetrie existieren mehrere Ausprägungen bzw. Unterarten, z. B. Mono-, Radiär- und Disymmetrie.
  • Ordnungsart Asymmetrie oder freie Ordnung mit einer ungleichen Verteilung der Gruppen bzw. Motive und Gestaltungsmittel. Die Verteilung erfolgt hauptsächlich nach Goldenem Schnitt und unter Beachtung des Hebelgesetzes. Jedoch wird in modernen floristischen Gestaltungen auch eine frei proportionierte Asymmetrie erarbeitet.
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Osmose

Unter Osmose versteht man die Diffusion gasförmiger oder flüssiger Stoffe durch eine halbdurchlässige (semipermeable) Membran. Solche Stoffe haben generell das Bestreben, sich in einem zur Verfügung stehenden Raum in gleichmäßiger Dichte zu verteilen. Dies nennt man Diffusion (diffundieren = durchdringen, zerstreuen). Auch feste Stoffe, z. B. Nährsalze oder Zucker, unterliegen der Diffusion, wenn sie gelöst werden. Bei Pflanzen dringen durch Diffusion Wasser und Nährstoffionen in und durch die Zellwand. Plasmalemma und Tonoplast, die Plasmahäute in den Zellen, sind jedoch semipermeabel. Sie können zwar vom Wasser, nicht aber ohne Weiteres von den Nährstoffionen durchtreten werden. So erfolgt ein Konzentrationsausgleich immer durch Wanderung der Wassermoleküle in Richtung des höheren Konzentrationspotenzials. Ist z. B. im Zellinneren einer Pflanze die Stoffkonzentration höher als außerhalb, erfolgt ein Ausgleich durch Wasseraufnahme der Zelle, bis der Zellinnendruck (Turgor) den Vorgang stoppt. Eine für Pflanzen gefährliche Umkehrung ergibt sich bei Überdüngung, da dann die Lösungskonzentration im Erdbereich größer ist als in den Wurzelzellen. Die Folgen: Wasser wird der Pflanze entzogen, Plasmolyse (Schrumpfung des Plasmas und Ablösung von der Zellwand) und schließlich der Zelltod.

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P

parallel

Siehe dazu Anordnungsart

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