Fleurop Glossar


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P

Pflanzensoziologie

Die Pflanzensoziologie als Teilgebiet der Botanik untersucht, welche Arten von Pflanzen in einem Lebensraum gemeinsam vorkommen, Pflanzengemeinschaften bilden und wie die jeweiligen Lebensformen miteinander verflochten sind. Alle Lebensbedingungen, Klima, Bodenverhältnisse, Wasserverfügbarkeit, Tiere mit ihrem Verhalten, die Auswirkungen der jeweiligen Pflanzen aufeinander usw. beeinflussen diese Pflanzengesellschaften. Das bedeutet, ökologische Aspekte im weitesten Sinn sind mit der Pflanzensoziologie verbunden. Es lassen sich Lebensräume mit einer für sie typischen Artengemeinschaft aller Lebewesen eingrenzen. Diese Lebensräume nennt man Biotope. Floristisch wichtig ist die Pflanzensoziologie in der vegetativen Gestaltungsart und in Pflanzungen darüber hinaus bezüglich der Beurteilung von Pflegeansprüchen.

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Pflanztisch

Ein Arbeitstisch, der speziell für das Anfertigen von Pflanzungen oder zum Umtopfen eingerichtet ist, wird als Pflanztisch bezeichnet. Insbesondere bietet er Platz für eine ausreichende Menge an Substrat, hat hinten und seitlich hohe Kanten bzw. Ränder, damit das Substrat nicht herabrieselt, und weist eine Oberfläche auf, die sowohl Feuchtigkeit als auch Schmutz und das Kratzen von Schalen- und Topfböden gut verträgt. Verzinkte Bleche sind hier häufig zu finden. Unter dem Pflanztisch sollte Platz sein für Pflanzgefäße, Gießkannen, Düngemittel, Gestaltungsmittel für die Bodenmodulation, weitere Substratreserven und eventuell eine Abfallwanne.

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pH-Wert

Der pH-Wert gibt die Wasserstoffionenkonzentration in einer wässrigen Lösung an. Er ist also das Maß für den sauren oder den basischen Charakter der jeweiligen Lösung und liegt zwischen nahezu 0 und 14. Zitronensäure hat einen pH-Wert von 2,4, Seife einen von 9,5. Neutral ist eine Lösung beim pH-Wert 7. Je höher der Wert also ist desto basischer, je tiefer er liegt desto saurer ist die Lösung. Vasenwasser sollte leicht sauer sein, d. h. bei 4 bis 5 liegen, da dann die Bakterienvermehrung gedämpft wird und die Lösung der Nährsalze in Nährstoffionen begünstigt wird.

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Pinholder

In der Floristik bezeichnet der Begriff Pinholder (engl.: pin = Nadel, Nagel oder Stift; holder = Halter) aufklebbare Kunststoffhalter mit vier Stiften oder mit einer aus zwei rechtwinklig sich kreuzenden Flächen bestehenden, kurzen Pfeilspitze. Pinholder dienen zum Fixieren von Steckschaumblöcken sowohl in flachen Gefäßen als auch auf Flächen, z. B. Sargdeckeln. Dazu werden diese Halter auf die jeweilige Grundfläche aufgeklebt, die dazu glatt, trocken und fettfrei sein muss. Danach kann der Steckschaum auf die Stifte bzw. die Kreuzpfeilspitze gespießt werden. Pinholder weisen teils bereits eine Klebefläche unter dem Fuß auf, ansonsten werden sie mit Knetkleber fixiert.

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Plasmolyse

Unter Plasmolyse versteht man die Schrumpfung des Zellplasmas aufgrund zu hoher Konzentration z. B. von Nährstoffionen in der die Zelle umgebenden Lösung. Dabei verliert die Vakuole der Zelle durch Osmose Wasser, wobei sich die innere Plasmamembran (Tonoplast) und die äußere Plasmamembran (Plasmalemma) zusammenziehen, so dass sich das Plasma von der Zellwand ablöst. Die Umkehrung dieses Vorgangs nennt man Deplasmolyse.

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Positionierungsart

Oft verwendet man Begriffe wie „anordnen“ und „ordnen“ usw. als reine Tätigkeitsaussagen, ohne dass zugleich eine konkret gestalterische Bedeutung gemeint ist. Es geht also lediglich um das Einfügen einer Blume in ein Werkstück. Schwierig wird es, wenn man sich fragt, was hierbei „angeordnet“ bedeutet, bzw. ob damit auch schon eine bestimmte Anordnungsart oder eine Ordnungsart im gestaltungstheoretischen Sinn gemeint ist. Um diese Begriffsungenauigkeit zu vermeiden, kann man auf das Fremdwort „positionieren“ zurückgreifen und verwendet nun den Begriff der Positionierungsarten als Beschreibung der gestalterischen Prinzipien Reihung, Gruppierung und Streuung. Diese Definition unterscheidet sich sachlich-inhaltlich deutlich von den Begriffen Ordnungsart und Anordnungsart. Ein Beispielsatz dazu lautet: Die Blumen werden ins Gefäß eingefügt und dabei in radialer Anordnung symmetrisch geordnet und in Gruppen positioniert.

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Pufferung

Als Pufferung bezeichnet man in der Pflanzenpflege die Eigenschaft eines Substrats, die Konzentration von Nährstoffsalzen und ihre chemisch-physikalischen Folgen für das Bodenwasser teils abzufangen bzw. auszugleichen. Dabei lagern sich, vereinfacht ausgedrückt, Nährstoffionen an die Substratpartikel an und werden erst nach und nach, so wie die Pflanze dem Bodenwasser Nährstoffe entnimmt, wieder an das Wasser abgegeben. Damit werden eine Überdüngung und die daraus folgende Umkehr der Osmose in den feinen Wurzelhaaren bis zu einem gewissen Grad abgefangen bzw. gepuffert.

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R

radial

Siehe dazu Anordnungsart

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S

Scherben

Der Scherben (nicht: die Scherben, denn damit sind die durch Zerstörung des Scherbens entstehenden Bruchstücke gemeint) ist der nach dem Brand ganz oder teils gesinterte Körper eines keramischen Gegenstands. Eine Verformung ist dann nicht mehr möglich und in Wasser löst sich der verwendete Ton nicht mehr auf. Wasserdurchlässigkeit und Porosität ist beim Scherben von Weichkeramik noch möglich, bei Hartkeramik ist der Scherben dicht. Vom Scherben ist die darauf aufgebrachte Glasur zu unterscheiden. Je nach Keramikart und verwendetem Ton ist der Scherben verschieden gefärbt: grau oder braun bei Steinzeug, weiß bei Porzellan und Steingut, creme bis gelblich und bräunlich bei Fayence oder Majolika, braun bis rötlich bei Terrakotta.

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Sinterung

Unter Sinterung, manchmal Versinterung genannt, versteht man in der Keramikherstellung den beim Brennen stattfindenden Übergang vom weichen Zustand einer keramischen Masse in die unumkehrbare, harte und feste Form. Die winzigen Partikel des keramischen Körpers bzw. der Keramikrohstoffe werden dabei zum festen Scherben verbacken. Es sind komplexe Vorgänge, die hier nur vereinfacht erklärt werden können. Sinterung ist insbesondere ein Prozess, bei dem der Übergang vom weichen in den festen Zustand ohne eine dazwischenliegende Schmelzphase mit flüssiger Konsistenz der Masse stattfindet. Sinterungsprozesse verlaufen unterschiedlich, abhängig vom keramischen Rohstoffgemisch, der Brenntemperatur und -dauer, und sie führen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Je nach dem Grad der Versinterung entstehen dabei verschiedene Keramikarten. Man unterscheidet vor allem die feste, aber noch poröse Keramik, die man als teilgesinterte Weichkeramik bezeichnet, und die vollständig gesinterte, absolut dichte Hartkeramik. Vollversinterung erfolgt je nach Rohmasse erst bei Temperaturen zwischen etwa 1200 °C und 1450 °C.

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